Vom Talent zum Hoffnungsträger

Nach einer starken ersten Regionalliga-Saison will Florian Jaritz eine bessere zweite - und am Dienstag im Cup überraschen!


Bildschirmfoto 2017-07-16 um 13.33.32.png-SK Austria Klagenfurt

Florian, die Saison 2016/17 ist Geschichte. Eine Saison mit vielen Ups & Downs - wie würdest du den Verlauf der vergangenen Spielzeit beschreiben?

Der Herbst war sicherlich nicht einfach für uns, wir waren lange Zeit in der Tabelle ganz unten zu finden. Im Winter sind neue Spieler und ein neuer Trainer gekommen, ab dem Zeitpunkt sind wir in jedes Spiel motivierter und hungriger gegangen. Wir haben alles dafür gegeben, nicht abzusteigen und haben dieses Ziel schlussendlich relativ früh erreicht.

Für dich persönlich war es die erste Saison in der Regionalliga - bist du zufrieden?

Für die erste Saison war's sicherlich nicht schlecht, vor allem im Frühjahr hat man glaub ich nochmals eine Steigerung erkennen können, ich hab entscheidende Tore erzielt.

Wie zum Beispiel dein Volley-Tor gegen Hartberg, das vor wenigen Tagen auf www.skaustriaklagenfurt.at zum Tor der Saison gewählt wurde. Siehst du dich als Führungsspieler?

Als richtiger Führungsspieler noch nicht. Aber jetzt habe ich schon eine Regionalliga-Saison auf dem Buckel, kenne die Gegner und weiß wie in der Liga gespielt wird. Diese Erfahrung kann ich sicherlich an den ein oder anderen Spieler weitergeben.

Zuletzt wurden mit Maxi Sihler, Nico Raczynski und Luca Pollanz drei Talente der 1b-Mannschaft hochgezogen. Welche Tipps kannst du ihnen geben?

Eigentlich ganz einfach - jedes Training alles geben. Dann kommt man auch zu Einsätzen. Im Laufe einer Saison kommt es oft zu Verletzungen oder Sperren in einem Team. Die Jungs werden sicherlich ihre Chancen bekommen.

Die Regionalliga-Saison startet für die Austria am Freitag. Wie schätzt du unsere Chancen ein?

Mit einem guten Start ist sicher einiges möglich. Man hat im Frühjahr gesehen, dass wir jeden Gegner schlagen können. Das ist in dieser Liga generell so. Das wird in der neuen Saison vermutlich auch nicht anders sein. Aber dafür müssen wir hart arbeiten.

Die Austria hat für die neue Saison sieben Neuzugänge verpflichtet. Wie ist dein Eindruck von den Jungs?

Alle trainieren schon einige Zeit mit, man sieht bereits, dass sie eine Bereicherung für die Mannschaft sind. Vor allem in der Offensive dürfen sich die Fans auf gute Verstärkungen freuen.

Am Dienstag steht das erste Pflichtspiel an - der Cup-Kracher gegen St. Pölten. Kann die Mega-Überraschung gelingen?

St. Pölten ist natürlich Favorit, aber wenn wir defensiv gut stehen und mit vollem Einsatz in die Partie gehen - warum nicht? Im Cup wäre es nicht das erste Mal, dass der große Favorit in der 1. Runde fällt.

Welche Rolle werden die Fans am Dienstag spielen?

Die spielen immer eine große Rolle, gerade gegen Gegner, die auf dem Papier besser sind als wir. Das hat man im Frühjahr beispielsweise beim 3:1 gegen Hartberg gesehen, die Zuschauer haben uns lautstark unterstützt. Nur mit ihnen ist eine Überraschung möglich.

Wie lief die bisherige Vorbereitung auf das Spiel?

Die gesamte Vorbereitung und auch die auf das Spiel waren sehr gut. Natürlich haben wir vorrangig gespielt, damit das Trainerteam die Neuzugänge besser kennenlernen kann. Positiv ist sicher, dass wir dadurch eine bessere Ballsicherheit bekommen und uns spielerisch verbessern. Die Stimmung im Team ist hevorragend, wir können es gar nicht erwarten...

Vor zwei Wochen hattest du einige Probetrainings bei Wiener Neustadt (mit Ex-Trainer Fellner und Fabian Miesenböck) absolviert.

Es waren gute Trainingseinheiten auf einem hohen Niveau. Da wir in Klagenfurt bereits etwas länger im Training waren, hab ich einen kleinen Vorsprung gehabt. Die Tage in Neustadt haben mir sicher gut getan - aber am Ende hab ich mich für einen Verbleib bei der Austria entschieden.

Mit der du sicherlich noch einiges erreichen willst...

Natürlich den Aufstieg, das ist klar, dass dieser Klub zumindest zurück in die zweite Liga muss. Ob es heuer gelingt - das werden wir sehen. Unglücklich wären wir darüber nicht, aber wir machen uns keinen Riesendruck. Wir wollen vorne mitspielen.