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Aus­tria ver­zich­tet auf Rekurs

© Austria Klagenfurt

Spielbetrieb wird ohne Einschränkung fortgesetzt

Der SK Aus­tria Kla­gen­furt wird gegen die Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens kei­nen Rekurs ein­le­gen. Nach ein­ge­hen­der Prü­fung und sorg­fäl­ti­ger Abwä­gung aller Optio­nen haben sich die Ver­ant­wort­li­chen dar­auf ver­stän­digt, auf einen juris­ti­schen Ein­spruch zu ver­zich­ten. Gleich­zei­tig wird der Spiel- und Geschäfts­be­trieb voll­um­fäng­lich auf­recht­erhal­ten.

„Ein Rechts­mit­tel­ver­fah­ren wäre mit sehr vie­len Unwäg­bar­kei­ten ver­bun­den gewe­sen und wür­de im schlimms­ten Fall bis in den Juni hin­ein vor allem kei­ne Pla­nungs­si­cher­heit bie­ten – weder im sport­li­chen noch im wirt­schaft­li­chen Bereich“, sagt Zel­j­ko Kara­ji­ca, Geschäfts­füh­rer des SK Aus­tria Kla­gen­furt. Aus Sicht des Klubs wür­de eine der­art lan­ge Pha­se der Unsi­cher­heit die Zukunft der Aus­tria eher gefähr­den als sta­bi­li­sie­ren.

Ziel ist es nun, eine struk­tu­rier­te Sanie­rung umzu­set­zen und eine soli­de Basis für die kom­men­den Jah­re zu schaf­fen. Den Pro­zess der Neu­ord­nung lei­tet Insol­venz­ver­wal­ter Micha­el Pon­tasch-Mül­ler.

Im sport­li­chen Bereich pla­nen die Ver­ant­wort­li­chen mit der Fort­füh­rung des Spiel­be­triebs in der 2. Liga. Par­al­lel dazu wird früh­zei­tig die kom­men­de Sai­son in der Regio­nal­li­ga vor­be­rei­tet. Das kla­re sport­li­che Ziel lau­tet, den direk­ten Wie­der­auf­stieg in die 2. Liga anzu­pei­len. Der ein­ge­schla­ge­ne Kärnt­ner Weg mit eige­nen Talen­ten soll kon­se­quent fort­ge­setzt wer­den, der eige­ne Nach­wuchs soll das Gerüst der neu­en Mann­schaft bil­den.

Die Aka­de­mie, alle Nach­wuchs­mann­schaf­ten, die Inklu­si­ons­mann­schaft sowie die Frau­en­mann­schaft set­zen ihren Spiel­be­trieb zu 100 Pro­zent fort. Für die­se Berei­che sind kei­ne Ein­schrän­kun­gen geplant, sie blei­ben auch in Zukunft ein zen­tra­ler Bestand­teil der Aus­tria Phi­lo­so­phie.

Ein wich­ti­ger Bau­stein ist die künf­ti­ge wirt­schaft­li­che Basis. Mit TGI wird in der Rück­run­de ein neu­er Haupt­spon­sor an Bord sein, der gemein­sam mit den bestehen­den Part­nern die Finan­zie­rung bis zum Ende der lau­fen­den Sai­son absi­chert. Dar­über hin­aus ist vor­ge­se­hen, dass TGI auch nach Abschluss der Sanie­rung als Haupt­spon­sor an der Sei­te der Aus­tria bleibt und den Weg zurück in den Pro­fi­fuß­ball unter­stützt. Zusätz­lich ist der Ein­stieg von TGI als Gesell­schaf­ter geplant.

Auch in der Ver­eins­füh­rung wer­den Wei­chen gestellt. Hel­mut Kal­ten­eg­ger wird zukünf­tig die Rol­le des Prä­si­den­ten des SK Aus­tria Kla­gen­furt über­neh­men und gemein­sam mit den Gre­mi­en des Klubs und den Part­nern den ein­ge­schla­ge­nen Kurs der geord­ne­ten Sanie­rung und der sport­li­chen Neu­aus­rich­tung mit­tra­gen. Für die Unter­stüt­zung des Ver­eins in die­ser schwie­ri­gen Pha­se sind die Ver­ant­wort­li­chen von Aus­tria Kla­gen­furt sehr dank­bar.

Die Aus­tria ist sich der Grö­ße der Auf­ga­be bewusst. Gleich­zei­tig ist der Klub über­zeugt, dass die­ser kla­re und ehr­li­che Weg die bes­ten Chan­cen bie­tet, die Zukunft des Ver­eins zu sichern und Schritt für Schritt wie­der zu alter Stär­ke zurück­zu­fin­den.