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„Mann­schaft ver­dient eine fai­re Chan­ce“

Austria-Chefcoach Rolf Landerl gibt seinen Spielern die Richtung vor. © QSpictures

Für Rolf Landerl war es der erste große Auftritt als Chefcoach der Austria Klagenfurt. Nach der Einheit am Dienstagmorgen machte er sich mit dem Auto auf den Weg zum Auftakt-Event der ADMIRAL 2. Liga nach Wien. Im Hotel „roomz Vienna Prater“ sprach der 49-jährige Fußball-Lehrer über seine Ziele mit den Violetten und blickte auf die Saison 2025/26 voraus.

„Jetzt gilt es, alles dafür zu tun, um den Umbruch zu bewerk­stel­li­gen. Ich hof­fe, dass sich die Mann­schaft schnell fin­det und zu einer Ein­heit wird, dass sich ein Stamm her­aus­bil­det, auf den wir auf­bau­en kön­nen. Die Erwar­tungs­hal­tung soll­te rea­lis­tisch sein, aber natür­lich set­zen wir uns intern Zie­le und arbei­ten hart dar­an, die­se auch zu errei­chen. Es steckt schon ein Plan dahin­ter, aber jeder weiß, wie schwer es ist, nach dem Abstieg Fuß zu fas­sen und wie­der rauf­zu­kom­men. Wir wol­len Sta­bi­li­tät rein­be­kom­men“, sag­te Lan­derl.

Nach dem Abstieg aus dem Ober­haus brach der Kader kom­plett aus­ein­an­der. Mit Flo­ri­an Jaritz blieb nur einer der eta­blier­ten Spie­ler, zehn Zugän­ge wur­den bis­lang unter Ver­trag genom­men, zudem Talen­te aus der Aka­de­mie in das Pro­fi-Auf­ge­bot beför­dert. Die Per­so­nal­pla­nung ist aber noch nicht abge­schlos­sen, das Team soll wei­ter ver­stärkt wer­den, Test­pi­lo­ten sind wei­ter­hin im täg­li­chen Trai­nings­be­trieb dabei.

„In unse­rer Situa­ti­on muss man als Trai­ner eine gewis­se Fle­xi­bi­li­tät mit­brin­gen. Mir war bewusst, dass ich in die­ser Rol­le ein Teil eines Neu­starts bin. Es ist eine Pha­se, in der getes­tet und aus­pro­biert wird, in der Bur­schen kom­men und vor­spie­len. Eini­ge von ihnen blei­ben, ande­re sind schnell wie­der weg. Das gehört dazu“, stell­te Lan­derl klar.

Mit Tor­mann Manu­el Kut­tin (31) und Offen­siv-All­roun­der Marc And­re Schmer­böck (31) gehö­ren ledig­lich zwei Spie­ler der Ü30-Frak­ti­on an. Gemein­sam mit Jaritz (27), der in den Test­spie­len im Ver­lauf der Som­mer-Vor­be­rei­tung die Kapi­täns­schlei­fe trug, sol­len sie das Team füh­ren. Eine Auf­ga­be, die auch Alex­an­der Rana­cher (26) und Aidan Liu (25) von den Ver­ant­wort­li­chen zuge­traut wird, die bei­de eben­falls neu nach Waid­manns­dorf kamen.

„Es ist wich­tig zu beto­nen, dass wir im Som­mer fast bei null gestar­tet sind. Bei der Aus­tria ent­steht eine Mann­schaft, die eine fai­re, neue Chan­ce ver­dient und die man mit der nöti­gen Geduld beglei­ten soll­te. Es heißt immer Bun­des­li­ga-Abstei­ger – aber von den Bur­schen, die in Kla­gen­furt jetzt ans Werk gehen, sind tat­säch­lich nur ganz weni­ge abge­stie­gen“, beton­te Lan­derl, der Admi­ra Wacker, First Vien­na und Aus­tria Lust­en­au als Favo­ri­ten auf den Auf­stieg nann­te.

Am Frei­tag (19.30 Uhr, ÖFB-TV live) wird die neu­for­mier­te Mann­schaft der Aus­tria Kla­gen­furt erst­mals auf die Pro­be gestellt, zum Pflicht­spiel-Start geht’s in Run­de eins des ÖFB-Cups zum Zweit­li­ga-Abstei­ger SV Horn. Eine Woche spä­ter beginnt dann die Meis­ter­schaft mit dem Auf­tritt bei Auf­stei­ger Aus­tria Salz­burg.