Flutlicht
Flutlicht 1

Serie: Waidmannsdorf geht ein Licht auf

Sie waren aus Waidmannsdorf gar nicht mehr wegzudenken: Die Flutlichter des alten Stadions überstrahlten alles. 1969 wurden sie mit einem Spiel gegen Stuttgart eingeweiht. Eine Postkarte an den damaligen Landeshauptmann hatte zur Errichtung der Anlage geführt.

Die 1960er Jahre hatten es wahrlich in sich. Sportlich zählte der Klub zur Elite des österreichischen Fußballs, zweimal konnte die Austria den fünften Rang in der höchsten Liga einheimsen, nämlich 1966 und 1968.

Nach dem neuerlichen Erreichen dieser Top-Platzierung im Oberhaus hatte Kärntens Landeshauptmann Hans Sima dem Verein und seinen Fans ein besonderes Geschenk versprochen: Die erste Flutlichtanlage in Klagenfurt - um 1,5 Millionen Schilling.

Hauptverantwortlich dafür war die Klub-Legende Freddi Hohenberger, denn er hatte dem höchsten Landespolitiker immer wieder eine Postkarte aus Italien gesendet, wenn die Austria auf Reisen war.

„Nach jedem Spiel schrieb ich an Sima: ‚Wir haben heute wieder bei Flutlicht gewonnen.‘ Danach haben wir auch eines bekommen“, erinnerte sich Hohenberger bei einem Treffen wenige Wochen vor seinem Tod an diese Zeit zurück.

Am 13. August 1969 war es soweit: Mit einem Freundschaftsspiel gegen den VfB Stuttgart, damals Fünfter der deutschen Bundesliga, wurde die neue Anlage eingeweiht (1:4). Mit ihren riesigen Masten prangten die Flutlichter viele Jahrzehnte lang über dem Stadtteil Waidmannsdorf und waren schon von weitem sichtbar, wenn man zu den Heimspielen in die Siebenhügelstraße pilgerte. Die Lichter wurden zur Attraktion des alten, kleinen Wörtherseestadions.

Erst mit dem Neubau der heutigen Arena im Vorfeld der Europameisterschaft wurden die Masten im Jahr 2006 wieder abgebaut. Sie sind allerdings noch heute in Verwendung und stehen am Sportplatz des ASK Klagenfurt in Fischl.

Eine Serie von Christian Rosenzopf und Fabian Schumi

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