Ranacher setzt Meilenstein in der Reha

Sein Ausfall wirkte für die Verantwortlichen der Austria Klagenfurt wie ein Tiefschlag. Alexander Ranacher war nach dem personellen Umbruch im Kader als Leistungsträger und Führungsfigur für die Saison 2025/26 eingeplant worden. Doch schon im ersten Pflichtspiel im ÖFB-Cup in Horn (0:2) zog sich der Defensiv-Spezialist eine schwere Knieverletzung zu. Im Kampf um das Comeback setzte er nun einen Meilenstein.
„Nach drei Monaten indoor und Einzelarbeit war es ein richtig cooles Gefühl, den nächsten Schritt in der Reha-Phase zu machen und mit den anderen Jungs am Platz zu sein. Ich will möglichst schnell wieder Fußball spielen und diesem Ziel bin ich ein Stück nähergekommen. Für den Kopf war das besonders wichtig, ich sehe mich dadurch einfach stärker als Teil des Teams“, sagt Ranacher.
Zu Beginn der Länderspielpause atmete der 26-Jährige im Sportpark endlich wieder Kabinenluft, ging mit den Mitspielern auf den Rasen und drehte dort seine ersten Runden. Am Training unter der Regie von Chefcoach Rolf Landerl konnte der Rechtsverteidiger natürlich nicht teilnehmen. Doch es tat ihm gut, sein individuelles Programm in der Nähe und mit Sichtkontakt zur Mannschaft abzuspulen.
„Die Reha ist bisher gut verlaufen. Natürlich sind es erst mal nur kleine Schritte und ich muss geduldig sein, aber es geht voran. Nachdem ich vor allem in der Kraftkammer an Stabilität, Kraft und Bewegung gearbeitet habe, kann ich nun locker laufen und Radfahren. Mit dem Prozess bin ich soweit ganz zufrieden“, stellt Ranacher fest.
Seit dem 25. Juli ist der 78-malige Bundesligaspieler, der von der WSG Tirol nach Waidmannsdorf kam, zum Zuschauen verdammt. Beim Pokal-Auftritt in Horn blieb er bei einer Aktion schon in der ersten Hälfte ohne gegnerische Einwirkung im Boden hängen. Bei der Untersuchung bestätigte sich der Erstverdacht auf einen Kreuzbandriss. Doch der Neo-Austrianer schaut nur noch nach vorn.
„Ich werde die Belastung in den nächsten Einheiten erhöhen, die Muskulatur und Ausdauer stärken. Dazu gehören Richtungswechsel beim Laufen, aber auch die Arbeit mit dem Ball wie Dribblings. Natürlich muss ich immer schauen, wie der Körper darauf reagiert. Für falschen Ehrgeiz ist in dieser Phase der Reha sicher kein Platz“, beschreibt Ranacher seinen Plan.
In den vier verbleibenden Partien in der ADMIRAL 2. Liga vor der Winterpause gegen SKU Amstetten am Samstag (14.30 Uhr) sowie beim FC Liefering, gegen Austria Salzburg und zum Jahresabschluss bei den Young Violets muss Trainer Landerl definitiv auf Ranacher verzichten. Wenn alles glattläuft, kehrt er aber im Verlauf der Frühjahrssaison in das Aufgebot zurück. Bis dahin drückt Ranacher als „Fan“ die Daumen.
„Die Entwicklung der Mannschaft seit Beginn der Vorbereitung ist sehr positiv. Leider sind die Ergebnisse zuletzt etwas ausgeblieben, aber man darf nicht vergessen, dass der Kader im Sommer komplett neu zusammengestellt wurde. Aus meiner Sicht stehen wir ordentlich da und haben im weiteren Verlauf der Saison noch alle Chancen, weiter nach vorn zu kommen“, blickt Ranacher voraus.

